Kopf hoch.
Ich kämpfe schon 20 Jahre gegen eine Blutkrebserkrankung.
Viele Behandlungszyklen haben natürlich auch ihre Spuren hinterlassen.
Trotzdem freue ich mich auf jeden neuen Tag.
Viel Glück und ein rasches Ende der Chemo-Zyklen.
Willi
Du hast recht. Eine Krankheit ist keine Uni, kein Kloster sondern tut in der Regel weh, stört und macht Angst. Große Angst.
Man muss sich auf eine Art und Weise mit “seinem” Körper auseinandersetzen, die weder produktiv ist noch zu einerm Besseren “Verhältnis” führt.
Da geschehen Dinge, die weder beeinflußbar sind, noch revidierbar oder “wiedergutmachbar”. Unsicherheit, Wut und Agression ist das, was da am meisten entsteht.
Vielleicht ist dieses Toben aber auch nötig, um so erschöpft zu werden, dass man – irgendwann irgendwie – nicht mehr um sich schlagen kann und im Auge des Sturms ist.
Stille und Ruhe. Für wie lange?!?! Keine Ahnung. Aber immerhin im Moment.
Unsicherheit, Wut und Agression ist das, was da am meisten entsteht.
Unsicherheit ja, aber Wut und Agression kenne ich von keinem meiner Mitpatienten…
Vielleicht ist dieses Toben aber auch nötig, um so erschöpft zu werden, dass man – irgendwann irgendwie – nicht mehr um sich schlagen kann und im Auge des Sturms ist.
Interessant… Alle, denen ich begegne, heben sich ihre Kraft für andere Dinge auf, als zu Toben…
Aber da sieht man mal wieder: Jede/r hat und macht eben seine eigenen Erfahrungen und hat seine eigene Art, mit Krankheit umzugehen.
Du kennst also keine Mitpatientin/keinen Mitpatienten, der über der Frage “Warum?” bzw. “Warum ICH?” wütend wird? Niemanden, der zum teil darüber flucht, was sie/er bisher NICHT getan hat (dem arroganten Arschloch von Vorgesetzem einen kräftigen Tritt dorthin zu geben, wo´s so richtig schmerzt, der Frau/dem Mann nicht oder nicht oft genug geasgt zu haben, wie sehr man sie/ihn liebt oder sie/ihn rechtzeitig verlassen zu haben, weil man sie/ihn eben nicht mehr liebt, die Kinder nicht oft genug umarmt und gestreichelt zu haben oder sie vor die Tür gesetzt zu haben, weil das ewige Theater…) und zum teil darüber, was er/sie nicht mehr tun werden kann?
Keine Mitpatientin/kein Mitpatient hat eine ziemliche Weile nach der Diagnose “getobt” oder sich wie in einem stum gefühlt, wer ihn/sie aus allem reißt, was bisher sicher und selbstverständlich war?
und selbstverständlich hast du recht:
jeder Mensch geht mit allem, was ihm “passiert” – im speziellen Fall Krankheit anders/individuell um
Wut benötigt sehr viel Energie… Ich hatte die definitiv nicht mehr, als meine Diagnose (endlich) gestellt und mit einer Prognose “unterfüttert” wurde. Auch meine MitpatientInnen, bei denen ich mich monatlich zur Chemo treffe oder mit denen ich über ein Netzwerk (Glandula NeT) Kontakt habe, sind nicht wütend. Von Trauer über Resignation, von Verzweiflung bis Kampfgeist aber ist alles dabei – auch bei mir. Das schwankt täglich, manchmal sogar stündlich…
Danke für deine offenen und ehrlichen Worte.
Woher kommen dann diese Klisches !?!?!
Verstehen wir euch falsch? Ich versuche immer, mein Gegenüber wirklich zu verstehen, sozusagen “seine Sprache zu lernen”
also: je mehr du mir von deiner Sprache beibringst, desto besser.
du schreibst “als meine Diagnose (endlich) gestellt wurde” warum hat das so lange gedauert und was hat dir in der Zeit vorher die Energie genommen?
ps:
dein letzter Kommentar war ein ganzer Sprachkurs! ))
Es ist ärgerlich, wenn man so mit sich selbst beschäftigt ist, dass man wichtige Dinge erst durch Zufall und sehr spät mitbekommt – Dinge wie deine Krankheit. Ich bin entgeistert, gleichzeitig aber auch berührt von deiner Art, damit umzugehen. Was den Krebs angeht – kick it like Beckham!
Hallo,
habe den Artikel von Ihnen in der Zeitung gelesen. Ich finde es großartig, das Sie Ihr Tagebuch veröffentlichen und so anderen Menschen einen Einblick mit dem Umgang Ihrer Erkrankung geben. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Kraft und Energie und kämpfen Sie weiter!!!! Es lohnt sich!!! Lg
ich hab dir ne mail geschickt!
alles gute!
Kopf hoch.
Ich kämpfe schon 20 Jahre gegen eine Blutkrebserkrankung.
Viele Behandlungszyklen haben natürlich auch ihre Spuren hinterlassen.
Trotzdem freue ich mich auf jeden neuen Tag.
Viel Glück und ein rasches Ende der Chemo-Zyklen.
Willi
Ich wünsch’ Dir… Du weiß schon.
Gina
Du hast recht. Eine Krankheit ist keine Uni, kein Kloster sondern tut in der Regel weh, stört und macht Angst. Große Angst.
Man muss sich auf eine Art und Weise mit “seinem” Körper auseinandersetzen, die weder produktiv ist noch zu einerm Besseren “Verhältnis” führt.
Da geschehen Dinge, die weder beeinflußbar sind, noch revidierbar oder “wiedergutmachbar”. Unsicherheit, Wut und Agression ist das, was da am meisten entsteht.
Vielleicht ist dieses Toben aber auch nötig, um so erschöpft zu werden, dass man – irgendwann irgendwie – nicht mehr um sich schlagen kann und im Auge des Sturms ist.
Stille und Ruhe. Für wie lange?!?! Keine Ahnung. Aber immerhin im Moment.
Michaela
Unsicherheit ja, aber Wut und Agression kenne ich von keinem meiner Mitpatienten…
Interessant… Alle, denen ich begegne, heben sich ihre Kraft für andere Dinge auf, als zu Toben…
Aber da sieht man mal wieder: Jede/r hat und macht eben seine eigenen Erfahrungen und hat seine eigene Art, mit Krankheit umzugehen.
Du kennst also keine Mitpatientin/keinen Mitpatienten, der über der Frage “Warum?” bzw. “Warum ICH?” wütend wird? Niemanden, der zum teil darüber flucht, was sie/er bisher NICHT getan hat (dem arroganten Arschloch von Vorgesetzem einen kräftigen Tritt dorthin zu geben, wo´s so richtig schmerzt, der Frau/dem Mann nicht oder nicht oft genug geasgt zu haben, wie sehr man sie/ihn liebt oder sie/ihn rechtzeitig verlassen zu haben, weil man sie/ihn eben nicht mehr liebt, die Kinder nicht oft genug umarmt und gestreichelt zu haben oder sie vor die Tür gesetzt zu haben, weil das ewige Theater…) und zum teil darüber, was er/sie nicht mehr tun werden kann?
Keine Mitpatientin/kein Mitpatient hat eine ziemliche Weile nach der Diagnose “getobt” oder sich wie in einem stum gefühlt, wer ihn/sie aus allem reißt, was bisher sicher und selbstverständlich war?
und selbstverständlich hast du recht:
jeder Mensch geht mit allem, was ihm “passiert” – im speziellen Fall Krankheit anders/individuell um
Wut benötigt sehr viel Energie… Ich hatte die definitiv nicht mehr, als meine Diagnose (endlich) gestellt und mit einer Prognose “unterfüttert” wurde. Auch meine MitpatientInnen, bei denen ich mich monatlich zur Chemo treffe oder mit denen ich über ein Netzwerk (Glandula NeT) Kontakt habe, sind nicht wütend. Von Trauer über Resignation, von Verzweiflung bis Kampfgeist aber ist alles dabei – auch bei mir. Das schwankt täglich, manchmal sogar stündlich…
Danke für deine offenen und ehrlichen Worte.
Woher kommen dann diese Klisches !?!?!
Verstehen wir euch falsch? Ich versuche immer, mein Gegenüber wirklich zu verstehen, sozusagen “seine Sprache zu lernen”
also: je mehr du mir von deiner Sprache beibringst, desto besser.
du schreibst “als meine Diagnose (endlich) gestellt wurde” warum hat das so lange gedauert und was hat dir in der Zeit vorher die Energie genommen?
ps:
))
dein letzter Kommentar war ein ganzer Sprachkurs!
Nun wird das hier noch eine Diskussion – aber ganz ohne Bernhard?! Mich würde seine Ansicht dazu schon auch interessieren.
Nur kurz zu mir: Was mir die Energie genommen hat? Dünndarmkrebs mit Metastasen in der Leber! Das zehrt…
Es ist ärgerlich, wenn man so mit sich selbst beschäftigt ist, dass man wichtige Dinge erst durch Zufall und sehr spät mitbekommt – Dinge wie deine Krankheit. Ich bin entgeistert, gleichzeitig aber auch berührt von deiner Art, damit umzugehen. Was den Krebs angeht – kick it like Beckham!
Danke, Wortvogel
Hallo,
habe den Artikel von Ihnen in der Zeitung gelesen. Ich finde es großartig, das Sie Ihr Tagebuch veröffentlichen und so anderen Menschen einen Einblick mit dem Umgang Ihrer Erkrankung geben. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Kraft und Energie und kämpfen Sie weiter!!!! Es lohnt sich!!! Lg